Konzeption

  • 4. Das pädagogische Konzept

    4.1. Leitbild

    Zwei Dinge sollen Kinder von ihren Eltern bekommen: Wurzeln und Flügel.
    (Johann Wolfgang von Goethe)

    Wie diesem Zitat zu entnehmen ist, brauchen Kinder Sicherheit, Geborgenheit, Verlässlichkeit, Orientierung und Klarheit. Sie brauchen aber auch Autonomie,Herausforderung, Ermutigung, Offenheit und Selbstwirksamkeit. Jedes Kind ist besonders und einzigartig und jedes Kind besitzt die Fähigkeit, eigene Lösungen zu finden. Es hat das Bedürfnis seine Welt zu erforschen und zu begreifen.

    Die ersten Lebensjahre sind entscheidend für den weiteren Verlauf der Entwicklung. Es ist also entscheidend, wie wir mit den Kindern umgehen und was sie für Erfahrungen machen dürfen. Ein liebevoller Umgang und positive Bindungserfahrungen stärken das Kind, damit es zu einer eigenverantwortlichen, selbstständigen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeiten heranwachsen kann. Eine sichere Bindung befähigt Kinder dazu, sich selbstständig und selbstbewusst in ihrer Umwelt zu bewegen, soziales Verhalten zu erlernen und später selbst stabile Beziehungen zu anderen Menschen einzugehen. Fühlt ein Kind sich sicher, zeigt es hohe Explorationsfreude. Fühlt es sich unwohl, ängstlich und gestresst, zeigt es hingegen wenig Entdeckerfreude. Somit ist es wichtig, wie wir als Bindungspartner auf die Kinder reagieren, ob wir die Bedürfnisse des Kindes erkennen und was für ein Umfeld geschaffen wird, damit es sich wohl fühlt. Prof.Dr.Hüther sagt „Alles, was dazu führt, dass sich die Beziehungsfähigkeit von Menschen verbessert, ist gut fürs Hirn und dient der Gemeinschaft. Alles, was die Beziehungsfähigkeit von Menschen einschränkt und unterbindet, ist schlecht fürs Hirn und schadet der Gemeinschaft.“ Dieser Leitsatz zeigt, wie entscheidend die Beziehung ist und diese sich auf alle weiteren Bereiche im Leben auswirkt.

Beschreibung des Verständnisses vom Lernen

Das Kind begreift die Welt mit allen Sinnen. Das kindliche Denken ist verbunden mit den Gefühlen und der sinnlichen Wahrnehmung. Auch die Hirnforschung bestätigt, dass effektives Lernen ermöglicht wird, wenn möglichst viele Sinne angesprochen werden (vgl. Spitzer 2003).

4.2. Die pädagogische Arbeit Grundlagen

Wir arbeiten ganzheitlich und handlungsorientiert mit einem erlebnispädagogischen Ansatz. Mit unserem Konzept wollen wir ein Bewusstsein für einen respektvollen Umgang mit den Tieren, unserer Natur und Umwelt und unseren Mitmenschen schaffen. Durch die Interaktion der Kinder als Team miteinander und als Team mit den Pferden unter Berücksichtigung naturnaher Lernräume, können sie wertvolle Erfahrungen in unterschiedlichen Lernbereichen machen.

Ziele
• Förderungdermotorischen,sensorischen,sprachlichen,kognitiv-kreativen,sozialenund

emotionalen Entwicklung
• SteigerungdesSelbstvertrauensundSelbstwertgefühls
• AbbauvonÄngstenundAufbauvonVertrauen
• ZugangzuGefühlenermöglichen
• RegulationvonGefühlslagen,wiez.B.ErhöhungderFrustrationstoleranz • VerbesserungderKörperwahrnehmung
• AufbauvonHandlungskompetenzen
• ErfahrbarmachenvonSelbstwirksamkeit
• FörderungvonVerantwortungsbewusstseinundEinfühlungsvermögen
• VermittlungvonwertvollenErlebnissen
• SchulungderErlebensfähigkeit
• MöglichkeitvonRuheundEntspannung

InhalteundPraxis

  • InhaltevonTEAMPonyConcept®:SpielemitundaufdemPferd

  • MethodenausdemIPE-Kinder-undJugendcoaching

  • InhalteausdemMarburgerKonzentrationstrainingunddemKonzentrationstrainingnach

    Lauth und Schlottke

  • InhalteausderGewaltfreienKommunikation

  • Bildungsbereiche:
    Bewegungserziehung
    Bei den Spielen mit und auf dem Pferd wird dieBewegungsfreude gefördert. Die Kinder erproben und erweitern ihre motorischen Fähigkeiten mit verschiedenen Materialien. Das eigene Körperbewusstsein wird durch die Bewegungserfahrungen auf dem Pferd geschult.

    Kreativität und Gestaltung

    Kinder spielen oft auf vorgefertigten Spielplätzen mit gleichaltrigen Kindern und haben in

unseren heutigen Sozialräumen eingeschränkte Erfahrungsmöglichkeiten. Umso wichtiger finde ich es, den Kindern das Spielen in der Natur zu ermöglichen. Auf unserem Bauernhof, im Wald, auf der Wiese und natürlich auch in der Praxis werden sie Zeit für das Experimentieren und Gestalten erhalten.

• Themenbeispiele:
• VomSchafzurWolle
• Filzen
• VomKornzumBrot
• VomKräuterbeetzumTee
• Landart
• MalenundBastelnmitverschiedenenMaterialien

Musik

Im Vordergrund steht die Freude an der Musik. Beim gemeinsamen Singen und Musizieren fördern wir dieWahrnehmung, die Sprache, das Gehör, die Fein-und Grobmotorik und viele Bereiche mehr.

Partizipation und soziales Miteinander

Die Sozialkompetenzen können nur im Gruppensetting erprobt werden. Durch Verhaltensegeln, Struktur und Rituale, aber auch Partizipation bei der Gestaltung des Alltags können die ein positives soziales Miteinander erleben.
Ein fester Bestandteil im Alltag wird der Redekreis sein. Die Kinder lernen dabei gegenseitige Akzeptanz, Zuhören, aber auch vom Anderen gehört werden.
Bei Konflikten werden Methoden aus der Gewaltfreien Kommunikation eingeübt (z.B. Friedensbaum)
Das TeamPonyConcept bietet den Kindern verschiedene Lernerfahrungen in der Gruppe. Bei den Spielen mit und ohne Pferd können die Kinder ihre eigenen Fähigkeiten und Grenzen kennen lernen und erweitern.

Sprachbildung

Unser positives Vorbild,die zugewandte Haltung und eine gute Beziehung zu den Kindern ist auch beim Spracherwerb eine wichtige Voraussetzung. Wir sind mit den Kindern im Gespräch und wir hören ihnen zu.Der Tagesablauf ist so gestaltet, dass er den Kindern vielfältige Sprachanlässe bietet. Bücher, Bilder und Spiele, aber auch das Singen regen den Spracherwerb an.

  • DasEingewöhnungskonzept,auchdieEingewöhnungderDreijährigenausder Krippengruppe

  • DasBeobachtungs-undDokumentationskonzept

    5. Elternarbeit / Grundverständnis des Miteinanders

Um den Kindern eine optimale Persönlichkeitsentfaltung und wertvolle Lernerfahrungen zu

gewährleisten, sind meiner Meinung nach ein enger Eltern-Pädagogen-Austausch und eine relativ kleine Gruppenstärke wichtige Voraussetzungen. Ohne eine intensive Elternarbeit sind Veränderungen nur schwer möglich. Deshalb erhält die Zusammenarbeit mit den Eltern einen besonderen Stellenwert.

• Erstgespräch
• Entwicklungsgespräch
• BeteiligungvonEltern,Partizipation
• Elterncoaching
• AngeboteanElternz.B.ErlernenvonEntspannungstechniken,GFK