Reflexintegration

Bei der RIT®-Reflexintegration handelt es sich um ein Unterstützungsprogramm für Kinder und Jugendliche mit:

Schul- und Lernproblemen

  • Lese- und Rechtschreibschwäche (LRS)
  • Unruhe und Unkonzentriertheit
  • Fehlende Impulskontrolle
  • ADHS
  • geringe Stresstoleranz

Motorischen Problematiken

  • Schlechte Körperkoordination und Körperhaltung
  • Ungeschicklichkeit
  • Gleichgewichtsstörungen
  • Unkoordinierte Fein- und Grobmotorik

Ist RIT für Ihr Kind sinnvoll?

Dieser Fragebogen gibt Ihnen eine Antwort. Sollten Sie mehr als 7 Fragen mit Ja beantworten, so ist es sinnvoll, Ihr Kind von mir testen zu lassen, ob noch Reflexe aktiv sind. Diese können für die Lern- und Verhaltensprobleme Ihres Kindes verantwortlich sein.

Fragebogen

Wie läuft ein RIT-Training ab?

Anhand eines Fragebogens und spezieller Tests wird ein individuelles Bewegungstraining zusammengestellt.

Das RIT-Training dauert zwischen 6 und 12 Monate, wobei hier ca. alle 4 Wochen eine Stunde bei mir stattfindet. Der Zeitaufwand für das Training beträgt 5x pro Woche etwa 10-15 Minuten. Die Unterstützung durch die Eltern ist hierbei erforderlich.

Was hat Lernen und Verhalten mit Reflexen zu tun?

Schon in der Schwangerschaft werden die meisten Gehirnzellen ausgebildet. Bei der Geburt können die Nervenzellen aber noch nicht miteinander kommunizieren, da keine Verbindung zwischen ihnen besteht. Damit die Verknüpfung zwischen den Hirnarealen stattfinden kann, bedarf es der Stimulation von allen Sinneswahrnehmungen. Die wichtigste Basis bilden jedoch die Reflexe.

Wenn ein Kind geboren wird, ist es mit einer Anzahl frühkindlicher Reflexe ausgestattet. Bereits im Mutterleib werden erste Bewegungen durch Reflexe gesteuert und fördern so die Hirnreifung und das Wachstum.
Das Kind durchläuft im 1. Lebensjahr bestimmte Bewegungsphasen, bis es sich nach etwa 12-14 Monaten aufrichtet, stehen und laufen kann. Die frühkindlichen Reflexe sind automatische Bewegungen, die vom Hirnstamm gelenkt werden. Sie bilden ein rudimentäres Training für viele spätere willensgesteuerten Fertigkeiten.
Ebenso wichtig ist die Entwicklung der Grob- und Feinmotorik sowie der Augen-, Zungen- und Lippenmuskulatur, denn damit hängt die Sprachentwicklung, Lese- und Schreibfähigkeit zusammen.
Die Reflexbewegungen bewirken die optimale Verknüpfung der Gehirnareale, damit deren Funktionen voll genützt werden können. Das sind z.B. die Koordination der Motorik, die Steuerung und Hemmung der Aktivität, Impulskontrolle, Konzentrationsfähigkeit und Ausdauer.
Im Laufe des ersten Lebensjahres werden diese automatischen Bewegungen „gehemmt“ und das Kind kann sich mehr und mehr willentlich bewegen. Bleiben jedoch Reflexe ganz oder teilweise aktiv, hat dies Auswirkungen auf die neuronale Reife des Kindes.